Ferdinand Zylka

Ferdinand Zylka will endlich den NBBL-Titel

„Die NBBL war früher in der Breite besser“

 

Er weiß, wovon er spricht: Ferdinand Zylka spielt in dieser Saison sein drittes NBBL Top 4 in Folge. Gewinnen konnte er es bislang jedoch nie. Sein Team, Alba Berlin, geht wohl als der Top-Favorit in das Turnier und Ferdinand Zylka ist einer der Hauptgründe dafür. Zwar stand er in dieser Spielzeit erst 2 Mal auf dem Feld, überzeugte dort aber mit knapp 19 Punkten im Schnitt. Auch in der Pro B bei Lok Bernau legte er solide Zahlen auf: Seine Ausbeute von 11 Punkten pro Partie steigerte er in den Playoffs noch einmal auf 13,3. Belohnt wurde das schon mit einem Einsatz in der BBL. Das ist auch sein Ziel: sich in die Rotation der Albatrosse spielen.

 

cherche celibataire homme German Basketball Future: Ferdi, du spielst jetzt dein drittes NBBL Top 4 in Folge. Gehst du deswegen ein bisschen gelassener an die Sache ran, weil du die Situation kennst oder bist du aufgeregter als die Jahre zuvor, weil es deine letzte Chance auf den Titel ist?

Ferdinand Zylka: Vor 2 Jahren, als Bayern Meister wurde, da haben wir ja das Habfinale verloren. Da sollte ich als sechster Mann rein, fünf Minuten nach Spielbeginn. Ich habe mir dann an einem kaputten Auswechselstuhl die rechte Hand aufgerissen, die dann natürlich komplett geblutet hat. Ich habe danach dann zwar noch mitgespielt, aber die Hand hat eher weh getan, als das ich richtig spielen konnte. Das ist für mich ärgerlich gelaufen, und auch für uns als Team war dieses Top 4 ziemlich unglücklich. Letztes Jahr habe ich dann ein solides Halbfinale gespielt, nicht so gut getroffen, aber trotzdem 20 Punkte gemacht, haben ja auch mit 40 gewonnen gegen Quakenbrück. Das Finale hab ich dann komplett enttäuscht. Deswegen ist die Motivation jetzt natürlich umso höher, es dieses Jahr besser zu machen. Eine leichte Anspannung ist da, aber aufgeregt bin ich nicht. Ich werde versuchen, mit dem Wissen und der Erfahrung der letzten Jahre ins Top 4 zu gehen und es besser zu machen.

click here German Basketball Future: Wer ist deiner Meinung nach Topfavorit auf den Titel?

Ferdinand Zylka: Ich denke, der FC Bayern ist neben uns wohl das stärkste Team, die werden sich gegen Quakenbrück durchsetzen. Wir treffen dann im Finale auf die Bayern.

enter site German Basketball Future: Du bist in deiner zweiten JBBL-Saison zu Alba Berlin gewechselt. Hat sich dadurch die Trainingshäufigkeit und Intensität geändert?

Ferdinand Zylka: Nicht direkt, weil ich schon auf der Sportschule in Berlin war. Da hatte ich dann auch schon vorher an drei Tagen morgens Training. Es hat sich nur geändert, dass es nicht mehr von der Schule aus war, sondern von Alba. Deswegen war es von der Trainingsmenge kein großer Unterschied, aber von der Trainingsintensität und von der gesamten Organisation, die dahinter steht, schon. Es ist alles professioneller geworden.

http://drybonesinthevalley.com/?tyiuds=broker-trading-forex-indonesia German Basketball Future: Wie war die Umstellung von JBBL auf NBBL?

Ferdinand Zylka: In meinem ersten JBBL-Jahr – noch bei Stahnsdorf/IBBA unter Kai Buchmann – hatte ich sehr viele Freiheiten und war dort mit Daniel Mixich der bestimmende Spieler. 20 Würfe pro Spiel, auch sehr viele Dreier. In der zweiten Saison dann bei Alba unter Patrick Femerling war ich auch einer der Leistungsträger. Während der Saison wurde ich schon an die NBBL herangeführt und habe ein paar Spiele gemacht. Deshalb ist mir dann mein eigentlich erstes Jahr nicht mehr ganz so schwer gefallen. Da habe ich dann auch die Saison über ganz gut mitgespielt. Aber dann Richtung Playoffs und Top 4 habe ich gemerkt, dass es schon noch mal etwas ganz anderes ist als in der Hauptrunde.

Wenn ich jetzt so zurückblicke würde ich auf jeden Fall sagen, dass die NBBL vor ein paar Jahren noch viel körperlicher war. Da waren die Spieler schon viel weiter. Wir haben es dieses Jahr in unserer NBBL-Division geschafft, mit fast nur 1999er- und 2000er-Spielern die Hauptrunde auf Platz 1 abzuschließen. Das wäre vor 2 Jahren noch unmöglich gewesen, da war es als jüngster Spieler schon schwer, überhaupt in der NBBL zu spielen. Meiner Meinung nach war das Niveau früher in der Breite besser. Klar, die Playoffs und das Top 4 sind etwas anderes, aber da war bei uns im Norden auch in der Hauptrunde noch was los.

conocer a una chica que no conozco German Basketball Future: Du warst auf der Sportschule in Berlin, die dir geholfen hat, deine Schulaufgaben und Basketball unter einen Hut zu bekommen. Wie lief deine Schullaufbahn ab?

Ferdinand Zylka: Da muss ich leider zugeben, dass ich nur das Minimum für die Schule gemacht habe. Was lernen und Hausaufgaben anging, war ich schon wirklich etwas faul. Da hab ich auch einen großen Teil meinen Eltern zu verdanken, dass ich durchgekommen bin. Die haben mich schon das ein oder andere mal angeschubst. Mein Fokus lag und liegt immer noch auf Basketball, und Schule fand ich immer ein bisschen lästig. Für mich war das auch mit der Trainingsbelastung nicht so einfach. An manchen Tagen war es so, dass ich in der Früh Training hatte, dann einen Schulblock, und nachmittags gleich wieder Training. Dazu kamen dann noch die langen Wege in Berlin. Da war ich abends erst zu Hause, dann noch essen und duschen, und der Tag war eigentlich schon vorbei. Das war es dann für mich mit Schulaufgaben.

http://www.ribo.co.at/deniro/6474 German Basketball Future: Hast du einen akademischen Plan für die Zukunft?

Ferdinand Zylka: Mein Plan ist es erstmal, mich als Basketballprofi zu versuchen, und das werde ich jetzt auch fokussiert machen. Sollte das nicht klappen muss ich mir wirklich ernsthafte Gedanken machen, was ich stattdessen machen würde.

go to site German Basketball Future: Wie sieht dein Trainingsalltag aus? 

Ferdinand Zylka: Für mich war es während der Saison meist sinnvoller, morgens Individualtraining mit dem Co-Trainer der Pro B aus Bernau zu machen. In dem Training haben wir am Ballhandling und den Abschlüssen am Korb gearbeitet, aber auch viel geworfen. Mein Wurf ist zwar meine Stärke, aber man kann nie oft genug werfen. Dann nachmittags eigentlich immer bei den Profis. Also 4 Mal bei den Profis und einmal in der Pro B in Bernau.

Wie oft bei welchem Team war von Woche zu Woche unterschiedlich, aber immer so, dass ich mehr bei den Profis als bei der Pro B trainiert habe. Ich hatte keinen komplett festen Trainingsplan. Es war auch die erste Saison der Kooperation mit Bernau, und es war noch nicht immer alles zu 100 % festgelegt. Ich habe eigentlich den größten Teil der Saison bei den Profis mittrainiert und auch intensiver als letzte Saison, weil bei Sasa (Obradovic; Anm. d. Red.) hieß es immer zu einem bestimmten Punkt im Training: „Okay, die Young Guns jetzt raus!“

http://teentube.cz/?ertye=mujeres-solteras-en-merlo-bs-as&9fb=6d German Basketball Future: Was hast du für Ziele in deiner Basketball-Karriere?

Ferdinand Zylka: Ich bin ja erst 19. Mein erstes Ziel wäre es nächstes Jahr, bei Alba den Sprung in die Rotation zu schaffen. So gut wie möglich versuchen und mein Bestes geben. Wenn ich den Sprung nächstes Jahr nicht schaffe, dann in zwei Jahren. Meine Ziele sind also wirklich als Rollenspieler in der BBL zu spielen und mich dort zu etablieren. Klar, NBA oder Eurolegaue sind natürlich die Ziele, von denen jeder Basketballer träumt, aber mein kurzfristiges Ziel ist es, mich in der BBL zu etablieren. Was sich danach dann ergibt, wird sich zeigen.

http://backyardgardensjoseph.com/?bioener=how-to-know-if-he%27s-dating-another-girl&356=3a German Basketball Future: Gibt es einen deutschen Spieler in der Bundesliga, den du als Vorbild siehst?

Ferdinand Zylka: Vorbild jetzt nicht direkt. Auch, wenn du mich jetzt nach einem allgemeinen Vorbild fragen würdest, könnte ich dir nicht einen konkreten Namen nennen. Aber von der Entwicklung und auch, da wir uns von der Spielanlage ähneln, würde ich Andreas Obst sagen. Er hat dieses Jahr relativ viel gespielt. Ich habe mir auch ein paar Spiele dieses Jahr von ihm angeguckt und er hat es bei Giessen in die Rotation geschafft, kriegt auch seine Minuten. Das habe ich so über die Saison beobachtet und würde mir das für mich natürlich auch wünschen.

cosmogenic nuclide dating German Basketball Future: Wie waren deine ersten Minuten in der Bundesliga? Als du auf der Auswechselbank saßt, warst du nervös oder hast du dich gefreut, eine Chance zu bekommen?

Ferdinand Zylka: Ich habe mich gefreut, dass ich spielen durfte. Ich saß letzte Saison, bei Sasa Obradovic noch, schon rund 10 Mal auf der Bank und auch diese Saison schon öfter. In der Pre-Season durfte ich auch schon mal gegen Gotha ran. Deswegen bin ich auch große Hallen gewöhnt, auch durch die Pro B und die Spiele mit der Nationalmannschaft. Ich war gar nicht so aufgeregt, was mich selbst ein wenig überrascht hat. Meine Gedanken waren eher: „Endlich darf ich aufs Feld“, und ich habe mich mega gefreut. Die 8 Minuten, die ich spielen durfte, waren super. Ich war auch überrascht, dass ich so früh und so viel gleich spielen durfte. Persönlich war ich mit meiner Leistung ganz zufrieden.

http://salsiando.com/finelit/58 German Basketball Future: Was hat sich für dich verändert, nachdem du in eine Spieler-WG gezogen bist?

Ferdinand Zylka: Das war zum Erwachsen werden gut, da es ein erster Schritt weg von meinen Eltern war. Das größte Problem, das ich jetzt auch immer noch habe, ist das Kochen. Als Leistungssportler ist das Essen schon sehr wichtig und die nötigen Koch-Skills hab ich leider nicht. Mein großes Glück war, dass ich ja noch meine Eltern in Berlin habe. Ich konnte dann einfach mal nach Hause fahren und, nun ja, mich etwas verwöhnen lassen. Aber das WG-Leben an sich hat Spaß gemacht und war eine gute Erfahrung.

Anfang dieser Saison bin ich dann mit Robert Glöckner in eine Profi-Wohnung von Alba gezogen. Das ist eigentlich das gleiche in Grün, außer dass wir halt nur zu zweit sind. Ich bin aber im Laufe dieser Saison auch immer wieder zu Hause gewesen, auch weil ich mir dann mal das Auto von meinem Vater ausleihen kann.

follow link German Basketball Future: Wie war es, beim Adidas Next Generation Tournament ins All Tournament Team berufen zu werden? 

Ferdinand Zylka: Um ehrlich zu sein kam das überraschend für mich. Als ich das erste Turnier vor einer Saison in Belgrad gespielt habe, hatte ich eigentlich damit gerechnet, ins All Tournament Team gewählt zu werden. In meinem Jahrgang wurden wir nur 5. Ich habe zwar an die 24 Punkte im Schnitt gemacht, aber aufgrund der Platzierung, war es mir da nicht so wichtig. Beim letzten Turnier war es schon mal mega cool, dass Berlin als Ausrichter eine Wildcard bekommen hat. Es war auf jeden Fall eine große Ehre, ins All Tournament Team gewählt zu werden, vor allem als ich dann im nachhinein bei Twitter gelesen habe, wer es nicht ins Team geschafft hat.

German Basketball Future: Wenn du etwas in deiner Vergangenheit ändern könntest, würdest du es machen oder würdest du alles genau so noch einmal machen?

Ferdinand Zylka: Ich hätte früher anfangen sollen, meinen Körper zu trainieren, vor allem meinen Oberkörper. In meinem Alter habe ich zwar keine körperlichen Nachteile, aber im Hinblick auf den Profibereich muss ich noch ordentlich was drauf packen. Aber ansonsten bin ich eigentlich ganz zufrieden, wie alles abgelaufen ist.

In der U14 hatten wir einige Machtkämpfe im Team und ich habe mich mit ein paar Spielern im Team angelegt. Da wurde mir auch vielleicht von einigen nicht so der Erfolg gegönnt wie anderen, oder über meine nicht ganz so guten Dreierquoten wurde gemeckert, da ich auch damals schon viele Dreier genommen hab. Aber so, wie es gelaufen ist, ist es okay. Ich bin bis hierhin meinen Weg gegangen und den werde ich auch weitergehen.

German Basketball Future: Gibt es etwas, das du noch loswerden möchtest?

Ferdinand Zylka: Unser Headcoach Konstatin Lwowsky wird Alba nach der Saison verlassen und nach Chemnitz gehen. Mit Konsti habe ich wirklich schon viel erlebt in der NBBL und auch in der ersten Regionalliga. Da hatten wir schon ein paar Reibereien, aber letztlich war er mein bester Trainer bei Alba. Wir verstehen uns mittlerweile ziemlich gut und es wäre natürlich super, ihm zum Abschluss den Titel zu schenken. Für mich wäre es auch super, diesen Titel mit Bennet Hundt zusammen zu gewinnen. Wir haben ja früher bei Lichterfelde schon zusammen gespielt und in der Nationalmannschaft. Dann ist er letztes Jahr auch zu Alba gewechselt und wir wohnen fast nebeneinander, fahren immer zusammen ins Training und das wäre echt richtig cool, wenn man da als Jugendabschluss in der NBBL die Meisterschaft holt.

German Basketball Future: Vielen Dank, Ferdi!

 

Das Interview mit Ferdinand Zylka ist der zweite Teil unseres Countdowns zum NBBL Top 4 in Frankfurt. Unsere Gespräche mit Henning Ballhausen (IBAM) und Philipp Herkenhoff (RASTA Vechta)  findet ihr unter den Links.

 

Foto: Camera4