Henning Ballhausen

Henning Ballhausen vor seinem dritten Top 4

„Nun liegt es an uns zu zeigen, was wir können“

 

Henning Ballhausen – ein Kämpfer, der niemals aufgibt. Nicht nur auf dem Feld, sondern auch abseits davon arbeitet er hart, um sich seinen Traum vom College-Basketball zu erfüllen. Nun könnte er die deutsche Basketballszene mit einem großen Knall verlassen: das NBBL Top 4 gewinnen und Meister mit der Internationalen Basketball Akademie München (IBAM) werden. Damit wäre er der erste Spieler, dem dieses Kunststück mit zwei Vereinen aus derselben Stadt gelänge. Henning Ballhausen steht kurz vor dem Wechsel an die Jackson State University. Nun wartet er nur noch auf seinen „Letter of Intent“ – danach macht er sich auf in das Heimatland des Basketballs.

 

go to link German Basketball Future: Henning, du bist in einem Dorf nahe München groß geworden. Wie kamst du zum FC Bayern München?

Henning Ballhausen: Ich wurde zum Training eingeladen, nachdem meine Mutter nach einem Camp gefragt hatte. Leider hatte sie das missverstanden. Jedoch haben sie mich eine Woche später angerufen, ob ich zum Probetraining vorbeikommen möchte. Aus der U12 in Weilheim bin ich dann in die U14 unter Frank Kropp gewechselt. Wir haben die Saison als Dritter abgeschlossen.

 

http://heatherbestel.com/tag/conniegreen/ GBF: Danach hast du den Sprung in die JBBL bei Berthold Bisselik geschafft. Wie war es für dich, unter ihm zu trainieren?

Henning Ballhausen: Das erste Jahr war sehr lehrreich. Ich musste noch viel lernen. Es war nicht gerade einfach, phasenweise war es die schwerste Basketballsaison bisher. Im zweiten Jahr lief es super, ich habe mich an das Coaching gewöhnt, hart gearbeitet und mich etabliert.

 

http://salsiando.com/finelit/2852 GBF: Ihr habt in deinem zweiten Jahr den Sprung ins Top 4 geschafft. Hattet ihr euch das vor der Saison vorgenommen? Was war dein Eindruck vom Top 4?

Henning Ballhausen: „Bayern-Einstellung“. Du willst jedes Jahr ins Top 4. Die Enttäuschung war riesengroß – nicht, weil wir als Favorit ausgeschieden sind, sondern weil wir bis zur Verlängerung an Quakenbrück dran waren und am Ende nur mit zwei Punkten verloren haben.

Das Event ist super! Freitag ein leichtes Training mit Shootaround. Man spielt in BBL-Hallen, du bist ein Wochenende lang Profi, mit Hotel und allem. Außerdem macht es mehr Spaß, wenn einem viele Zuschauer zuschauen und dich anfeuern! Ich liebe es, vor Leuten zu spielen, egal ob sie dich auspfeifen oder anfeuern. Ich kann das besser, als vor leerer Halle zu spielen.

 

Viagra billig bestellen GBF: Mit welchen Erwartungen bist du in die erste NBBL-Saison gestartet?

Henning Ballhausen: Ich habe nicht erwartet, eine große Rolle zu spielen. Umso positiver war ich überrascht, als ich knapp zehn Minuten auf dem Feld stand. Ich habe es auf mich zukommen lassen – immer verteidigt, und die Offense kommt dann von alleine.

 

go here GBF: In dem Jahrgang (1996) hattet ihr Talente wie Karim Jallow, Georg Beyschlag, Sebastian Schmitt, Dejan Kovacevic und opcje binarne bank Luca Burkardt dl hook up in euren Reihen. War der Anspruch, ganz oben zu enden, schon vorhanden?

Henning Ballhausen: Die gute Teamchemie hat uns wohl am Ende am meisten geholfen. Obwohl wir gut besetzt waren, wurden wir nicht als Favorit gezählt. Zu Beginn der Playoffs kam Breitengüßbach um Leon Kratzer, Tibor Taras und Andreas Obst. Andreas hat – zu unserem Vorteil – das dritte Spiel nicht gespielt, so konnten wir sie mit zwei Heimsiegen bezwingen. Es war eine verdammt knappe Serie, auch wenn die jeweiligen Heimspiele recht deutlich gewonnen wurden. Jedoch haben wir uns über die Saison so gesteigert, dass wir zum richtigen Zeitpunkt in Topform waren. Der Rest war nicht einfach, aber du hast enormes Selbstvertrauen, nachdem du den Favoriten geschlagen hast.

 

Fast cash online jobs calgary Unser Interview mit Luca Burkardt findet ihr hier: „Ob es hier zu schaffen ist? Aber versuchen möchte ich es!“

 

http://tripleinfo.net/viposiw/pioer/2154 GBF: Du hast es somit back-to-back ins Top 4 geschafft. War das zweite Mal bereits Routine?

Henning Ballhausen: Nein, jedes Top 4 ist etwas Besonderes und schön. Andere Stadt, anderes Hotel, einfach ein geiles Event mit vielen Leuten. Der Ausgang war natürlich sehr viel schöner als beim ersten Versuch.

 

watch GBF: Gab es eine Meisterfeier?

Henning Ballhausen: Sagen wir es mal so, es war ein Highlight für mich, mit gerade erst 16 Jahren.

 

http://flywind.com.br/bakester/5705 GBF: Nach der Meistersaison hast du dich zu einem Wechsel zur IBAM entschieden. Wurdest du, trotz deiner Spielanteile, nicht mehr eingeplant?

Henning Ballhausen: Naja, ich hatte das Gefühl, dass meine Förderung und Zukunftsplanung in Schwabing besser sein würde. Besonders Robby (Robert Scheinberg, Anm. d. Red.), der seine Spieler doch immer wieder versucht, ans College zu bringen und darin auch schon etwas Erfahrung hat, war für mich ausschlaggebend.

 

GBF: Du hattest also bereits sehr früh den Gedanken gefasst: Ich will ans College?

Henning Ballhausen: Im Hinterkopf hatte ich schon immer den Traum „College“ gehabt und auch dafür gearbeitet. Division 1 war außer Reichweite, Division 2 oder Division 3 wäre auch in Ordnung gewesen, um ein Studium und meine Leidenschaft unter einen Hut zu bekommen.

 

GBF: Haben dich die Negativbeispiele der vergangenen Jahre nicht abgeschreckt?

Henning Ballhausen: Abgeschreckt hat es mich nicht. Mein Ziel ist es schon, mich dort auch weiter zu entwickeln, was meiner Meinung nach gut klappen wird, da in Amerika alles unter einem Dach stattfindet.

 

GBF: Du warst mit der IBAM in den USA, um dich dort dem ein oder anderen Scout zu zeigen. Was hast du von der Reise mitgenommen?

Henning Ballhausen: Ich wär’ am liebsten nicht mehr zurückgekommen. Danach war für mich klar: Ich werde und muss alles daran setzen, meinen Traum wahr werden zu lassen. Dort ist die Motivation eine andere gegenüber Basketball. Spieler mit weniger Talent haben so gekämpft und gearbeitet, um irgendwie Profi zu werden. Das hat mir gefallen. Die Art zu spielen liegt mir.

 

GBF: Schlussendlich hast du ein Stipendium von der Jackson State University (Division 1) erhalten. Wie lief der Prozess ab, da es scheinbar nicht über deinen Headcoach zustande kam?

Henning Ballhausen: Richtig, mit meinem Headcoach habe ich viel darüber geredet. Er hat mir Tipps gegeben und diese habe ich beherzigt. Es hat dann einfach nicht geklappt, wir hatten unterschiedliche Zeitpläne. Schlussendlich kam das Angebot dann von der Agentur Athletes USA, die Spieler vermittelt. Sie haben mich aktiv über Facebook angeschrieben, ob ich nicht Interesse hätte. Das habe ich bestätigt, und dann ging es los: Profil, Video, Noten, SAT und TOEFL. Das war super, wenn man selbst keine Ahnung von dem Recruiting-Process hat. Ich war froh, dass jemand da war, der sich darum gekümmert hat.

 

GBF: Hattest du davor bereits Kontakt mit der Agentur?

Henning Ballhausen: Nein, ich kannte sie davor nicht. Ich hatte absolut nichts damit zu tun, dass sie mir geschrieben haben. Es kostet auch was, aber wenn ich mir überlege, was sie für mich getan haben. Ich hätte einfach nicht die Chance dazu gehabt. Dafür bin ich ihnen dankbar, und das ist mir auch das Geld wert.

 

GBF: Wie genau sieht dein Stipendium an der JSU aus?

Henning Ballhausen: Im ersten Jahr werde ich ein walk-on-student sein und zahle zum Glück kaum Studiengebühren. Wenn ich mich in die Mannschaft spiele, bekomme ich ein full-scholarship.

 

GBF: Für welche Major hast du dich eingeschrieben?

Henning Ballhausen: Ich habe mich für „science and foreign languages“ als Doppel-Major eingeschrieben. „Foreign languages“ wollte ich schon immer machen. „Science“ hat mir dann ein weiteres Stipendium ermöglicht, und es passt in meine weiteren Berufswünsche. Sprache mit Sozial- und Politikwissenschaft, damit lässt sich etwas anfangen, zum Beispiel im Dolmetsching-Bereich.

 

GBF: War deine Entscheidung, ans College zu wechseln, dann eine rein akademische?

Henning Ballhausen: Es war ein bisschen von beidem: Ausbildung und Basketball. Ich will nach meinem Studium schon irgendwo Basketball spielen und Geld damit verdienen können. Jedoch ist das Studium meine Absicherung. Über die Entscheidung sind meine Eltern natürlich auch sehr froh. Für mich selbst war es aber auch die einzige vernünftige Möglichkeit, Studium und Basketball ordentlich zu kombinieren. Ich habe vor, die vier Jahre durchzuziehen.

 

GBF: Wie viel hast du geopfert, um deinen Traum zu verwirklichen?

Henning Ballhausen: 0,3-Notenpunkte in der Schule, einen Haufen Freizeit, in der ich mit meinen Leuten chillen hätte können und vermutlich zwei Beziehungen. Aber das war es mir wert!

 

GBF: Zurück nach Deutschland und in die Gegenwart. Mit der NBBL steht ihr nun im Top 4. War es euch von Anfang an klar, dass ihr das schaffen könnt?

Henning Ballhausen: Das kommt auf die Einstellung der einzelnen Spieler an. Es gab natürlich den Wunsch, ins Top 4 zu kommen. Meiner Meinung nach spielt man jede Saison, um die Meisterschaft zu gewinnen und sich im Top 4 zu zeigen. Und die Chancen standen nicht schlecht. Nun liegt es an uns zu zeigen, was wir können. Doch das Team hat Lust, und wir ziehen alle am selben Strang. Außerdem ist es ein großer Erfolg für ein Team, welches erst in den letzten Jahren gewachsen ist und als Underdog dann eben gegen die Großen aus Quakenbrück, Berlin oder München spielen darf. Bamberg ist ja bereits ausgeschieden, so wie viele andere Bundesliga-Standorte auch.

 

GBF: Wenn man dich über die Jahre verfolgt hat, dann kannte man dich als guter Verteidiger mit starkem Zug zum Korb, den man aber gerne mal offen stehen lassen konnte, da dein Wurf nicht der beste war. Nun stellen wir aber fest dass dieser immer besser wird. Hast du Extra-Schichten eingelegt?

Henning Ballhausen: Der Dank geht an Schwabing, wo sie sich wirklich im individuellen Bereich um meinen Wurf gekümmert haben. In Amerika war es dann Glenn Marx, der sich drei Wochen mit mir in die Halle gestellt und hart mit mir gearbeitet hat. Außerdem haben meine Coaches mir das Vertrauen gegeben, die Würfe zu nehmen, ohne darüber nachzudenken – das hat mir meine Mutter auch immer wieder gesagt.

 

GBF: Beschreibe bitte Henning Ballhausen abseits des Parketts.

Henning Ballhausen: Meine Freunde sind mir das wichtigste, ich bin oft mit ihnen unterwegs. Meistens bin ich gut drauf und habe eine positive Lebenseinstellung. Wenn ich etwas mache, bin ich mit ganzem Herzen dabei – das ist nicht immer gut, aber hey! Lieber so als ohne Motivation.

 

GBF: Wenn du könntest, würdest du alles noch einmal so machen oder würdest du etwas ändern?

Henning Ballhausen: Ich würde mehr auf mich zukommen lassen wollen, wäre dann vermutlich ein Schritt weiter. Jedoch kann ich nicht klagen, bisher hatte ich eine gute Jugendkarriere.

 

GBF: Was wolltest du schon immer mal loswerden?

Henning Ballhausen: Ich bin sehr zufrieden, wie alles gelaufen ist. Das habe ich einigen Leuten zu verdanken: Coaches, Teammates, Familie oder meine besten Freunde, die immer Verständnis dafür hatten, dass ich nach München reinfahre. Das war nicht immer einfach. Ich bin froh, dass diese Pendelei endlich vorbei ist. Aber das war’s mir wert. Und meinen Eltern bin ich dankbar, ohne die hätte das nicht geklappt, und ich hätte es auch nicht ohne sie gemacht.

 

GBF: Vielen Dank, Henning!

 

http://www.ivst-vz.de/?debin=rendite-bin%C3%A4re-optionen Das Interview mit Henning Ballhausen ist der erste Teil unseres Countdowns zum NBBL Top 4 in Frankfurt. Unsere Gespräche mit Ferdinand Zylka (Alba Berlin) und Philipp Herkenhoff (RASTA Vechta) findet ihr unter den Links.

 

Foto: Herbert Würmseher