Philipp Hartwich spricht über seine Zeit bei den Portland Pilots

„Ich musste einiges aufholen um auf dem Level spielen zu können“

 

Philipp ist ein großes Talent auf der Centerposition, der bei seiner Körpergröße vor allem durch seine sehr gute Agilität und Schnelligkeit besticht. Dies macht ihn zu einem großarteigen Verteidiger. Er hat sich in seinen College-Jahren immer weiter verbessert und sich durch harte Arbeit einen Platz in der Starting Five erkämpft. Dort ist er der Anker der Portland Defense. 

 

German Basketball Future: Philipp du bist relativ spät zum Basketball gekommen. Warum hast du den Entschluss gefasst Basketball zu spielen und wie schnell kamst du auf den Gedanken Basketball ernsthafter zu betreiben?

Philipp Hartwich: Mit meiner damaligen Handball Mannschaft hatten wir gerade das Meisterschaftsspiel verloren und ich dachte mir, ich fang mal was neues an. Relativ schnell. Ich hab damals in der U18 NRW-Liga bei den Rheinstars Köln angefangen, aber bevor ich da überhaupt spielen konnte wurde ich hochgezogen zur NBBL.

 

In deinem zweiten NBBL Jahr wurdest du direkt All Star und hast dich, im Vergleich zu deinem ersten Jahr, enorm verbessert. Wie viel Training hast du investiert und was hast du alles dafür getan?

Sehr viel. Ich wusste natürlich das ich einiges aufholen musste, um auf dem Level spielen zu können. Also habe ich viele Wochenenden mit Daniel Henle (Anm.: Co-Trainer der NBBL) in der Halle verbracht und den Ferien jeden Tag zweimal mit Edi Presova (Anm.: ehemaliger Teamkollege), trainiert. Alles aus Eigenantrieb!

 

Hattest du das Gefühl aufgrund der höheren Trainingsbelastung in der Freizeit mal kürzer treten zu müssen und wie schwer fiel dir das? 

Ja und nein. Weil ich so viel Zeit mit meinen Teammates verbracht habe und wir immer viel Spaß hatten, war Training praktisch Freizeit.

 

Warst du irgend wann mal an dem Punkt wo du nicht zu 100 % Lust auf Basketball hattest, weil du viellicht nicht mit dem Trainer klar kamst oder Zeit für andere Dinge haben wolltest?

Ja, aber ich denke das ist normal und bleibt nicht lange. Jetzt am College ist das meistens am Ende der Preseason, wo man einfach wieder spielen will und keinen bock mehr hat auf 4 Stunden Training + Krafttraining.

 

Du bist vor 3 Jahren aufs College gegangen. Erklär doch bitte mal was du studierst und ob dein Wechsel aufs College mehr aus basketballarischen Gründen oder aus akademischen Gründen war. Und warum genau Portland?

Journalismus. Beides. Es ist viel einfacher einen Abschluss von einer der besten Unis des Landes zubekommen und gleichzeitig hochklassig Basketball zu spielen. Portland war damals als ich rekrutiert wurde einfach das attraktivste Programm.

 

Willst du dein Studium in Portland beenden und was ist dein Plan für danach? Setzt du auf die Basketballschiene und was erhoffst du dir von deiner Basketballkarriere?

Ich werde mein Studium beenden und danach werden wir mal gucken was noch so kommt. Mein Ziel ist es Basketballprofi zu werden. Wo? Das wird sich zeigen.

 

Was schätzt du an Mitspielern außerhalb des Basketballfeldes und wie wichtig ist Teamchemie?

Sehr wichtig! Da wir so viel Zeit miteinander verbringen, wächst man automatisch zu einer Familie zusammen. Man kann einander auch kritisieren um sich zu verbessern. Das schätze ich am meisten hier: Ehrliches Feedback.

 

Beschreib bitte Philipp Hartwich abseits des Basketballs.

Diesen Philipp gibt es kaum noch. Denn ich trainiere das ganze Jahr. Der Fokus verändert sich nur. Wenn die Saison jetzt bald vorbei ist, werde ich dann wieder versuchen Bodybuilder zu sein (lacht).

 

Vielen Dank Philipp!

 

 

Foto: Gero Müller-Laschet